Bristol-Skala
Stuhlmuster verstehen
Jeder Typ erzählt etwas über Form, Konsistenz und Darmpassage. Entscheidend ist nicht ein einzelner Blick, sondern das Muster, das sich wiederholt.

Typ 1 – hart, klumpig, schwer
Typ 1 kann darauf hinweisen, dass der Stuhl sehr lange im Darm bleibt.
Dabei wird ihm viel Wasser entzogen, wodurch er hart, trocken und schwer auszuscheiden wird.

Typ 2 – wurstig, klumpig
Typ 2 wirkt schon geformt, bleibt aber deutlich klumpig.
Auch hier kann die Darmpassage eher träge sein und mit Flüssigkeit, Ballaststoffen, Stress oder Darmbewegung zusammenhängen.

Typ 3 – wurstig, mit Rissen
Typ 3 liegt häufig nah am idealen Bereich.
Er ist geformt, aber die Risse zeigen, dass Konsistenz und Feuchtigkeit noch nicht ganz weich und geschmeidig sind.

Typ 4 – glatt, weich, geformt
Typ 4 gilt meist als ausgewogen: gut geformt, weich und leicht passierbar.
Wichtig bleibt trotzdem der Kontext: Häufigkeit, Farbe, Geruch, Bauchgefühl, Energie und Beschwerden erzählen mit.

Typ 5 – weich, klare Ränder
Typ 5 kann auf eine schnellere Passage oder empfindliche Verdauung hinweisen.
Entscheidend ist, ob dieses Muster gelegentlich auftaucht oder regelmäßig Teil deines Alltags ist.

Typ 6 – breiig, flockig
Typ 6 kann zeigen, dass der Darm gereizt ist oder Nahrung sehr schnell weitertransportiert wird.
Stress, Unverträglichkeiten, Entzündungsprozesse oder Veränderungen im Mikrobiom können hier eine Rolle spielen.

Typ 7 – wässrig, flüssig
Typ 7 bedeutet, dass kaum feste Form entsteht. Wenn das häufiger vorkommt, lohnt sich ein genauer Blick.
Hier können Ernährung, Infekte, Reizungen, Stress, Unverträglichkeiten oder entzündliche Prozesse mit hineinspielen.

Ein einzelner Stuhlgang erzählt selten die ganze Geschichte. Interessant wird es, wenn du beginnst, Muster zu erkennen.